Wir stellen klar:

Zum Artikel in der Wormser Zeitung vom 24.06.2004 und zum Flugblatt der SPD

 

Mit der Unterstellung, das Wahlergebnis der Gimbsheimer Bürgermeisterwahl sei durch eine „unbekannte Person“ manipuliert worden, überschreiten die SPD oder vielmehr einzelne Mitglieder ihrer Ratsfraktion eine moralische Grenze. Vergebens hatte das Wahlausschussmitglied Gunter Mahlerwein in der Sitzung des Ausschusses am Freitag gefordert, gegenseitige Anschuldigungen dieser Art entweder zu beweisen oder im Interesse des dörflichen Friedens und der weiteren Zusammenarbeit zu unterlassen. Dem wurde auch vom SPD-Vertreter nicht widersprochen.

 

Wenn jetzt dennoch einzelne SPD-Gemeinderatsmitglieder ihrer Gegenseite kriminelles Verhalten unterstellen, dann wird auf eine kaum wieder gut zu machende Weise das Klima in der Gemeinde dauerhaft vergiftet. Der Vorwurf ist nur strategisch und wird wohl selbst von der SPD nicht ernsthaft geglaubt. Die SPD verfolgt die Strategie, Neuwahlen um jeden Preis herbeizuführen. Zunächst stand der für ungültig erklärte Wahlzettel im Mittelpunkt ihrer Argumentation. Der Wahlausschuss erklärte auf Empfehlung des Kreiswahlleiters den Stimmzettel für ungültig und auch in der Gimbsheimer Bevölkerung findet sich kaum jemand, der diesen Zettel als Stimme für Karl-Reiner Sippel wertet.

 

Das ist der beanstandete Wahlzettel aus dem Wahlbezirk 101. Diesen und keinen anderen hatte das Wahlvorstandsmitglied gemeint. Dieser Zettel wurde von Günter Debusi als gültig anerkannt.

 

Dann wurde der Vorwurf erhoben, an der Kiste aus dem Briefwahllokal seien im Keller Manipulationen vorgenommen worden. Da das bedeuten würde, dass vonseiten der Verwaltung die Kiste aufgebrochen und wieder versiegelt worden sei, wird nun – wie aus allen schlechten Krimis bekannt – der große „Unbekannte“ ins Spiel gebracht, der am Wahlabend nach der Auszählung unbemerkt einen Zettel entwendet und einen anderen ungültig gemacht habe. Wie aber hätte der „Unbekannte“ wissen sollen, dass nachgezählt wird? Und wenn, warum hat er nicht drei Stimmen entwendet, damit das Ergebnis eindeutig gewesen wäre?

 

Im übrigen wurden auf Betreiben von Amanda Wucher (SPD) die Bürgermeisterwahlzettel nicht direkt in der Urne wieder verschlossen, sondern in einem dafür besorgten Pappkarton um 23.30 Uhr versiegelt. Im Zimmer befanden sich ständig Personen.  Daher ist die Behauptung der SPD unwahr, dass die Wahlzettel unbeaufsichtigt bis weit nach Mitternacht im Wahlraum gelegen hätten. Insbesondere die SPD war in diesem Wahlbezirk überrepräsentiert. Ein „Unbekannter“ hätte also keine Chance gehabt, einen Wahlzettel zu entwenden oder zu ändern.

 

Der Vorwurf der Manipulation entbehrt daher jeder Logik und wird wohl nicht einmal von seinen Urhebern ernst genommen.

 

Das Wahlergebnis ist eindeutig, es gibt eine Stimme mehr für Jakob Scheller. Das ist denkbar knapp, muss aber von allen Beteiligten akzeptiert werden. Ein solches Wahlergebnis verpflichtet alle Seiten zur Zusammenarbeit, die auch angesichts der vielen übereinstimmenden Programmpunkte der einzelnen Parteien und Gruppen möglich scheint. Wir möchten die besonnenen Kräfte in der SPD ermutigen, auf ihren Vorstand einzuwirken, von der Unterstellung kriminellen Verhaltens abzulassen. Alle in der Kommunalpolitik engagierten Menschen opfern einen erheblichen Teil ihrer Freizeit, um zum Wohl der Gemeinde und der Bürgerinnen und Bürger zu wirken. Dieses gemeinsame Engagement muss weiterhin möglich bleiben und darf nicht in einer Atmosphäre des Streites und Hasses untergehen.

 

Dr. Gunter Mahlerwein

Hans Peter Klös

Heinz-Georg Schwilling

Hanno Burger

Hans Schilling

Ingrid Kunzer

 

Lea Winkler

 

Silke Scheller